Der Philips BDP3280/12 gehört zu den günstigsten Blu-Ray-Playern auf dem deutschen Markt, die neben normalen Blu-Rays auch 3D-Blu-Rays wiedergeben können. Im Schnitt müssen Käufer 100 € bezahlen, um den Philips BDP3280/12 zu erwerben. Aufgrund des günstigen Preises soll der Player vor allem für Einsteiger geeignet sein, die ein Gerät mit zukunftssicherer Technik für wenig Geld erwerben wollen.
1)Ausstattung
Der Lieferumfang des Players ist spartanisch. Neben der Fernbedienung und einem Benutzerhandbuch findet sich kein weiteres Zubehör im Karton. HDMI-Kabel und Ethernet-Kabel für den Netzwerkanschluss müssen extra erworben werden. Der Philips BDP3280/12 bringt allerdings auch eine integrierte WLAN-Schnittstelle mit, um den kabellosen Zugang ins Internet zu ermöglichen. DVDs werden mit einem Upscaling-Prozessor auf High Definition hochgerechnet und neben der reinen Disc-Wiedergabe unterstützt der Philips BDP3280/12 auch viele Dateiformate, die über USB-Sticks oder externe Festplatten abgespielt werden können. Der Player besitzt zwei USB 2.0-Anschlüsse, einen an der Vorder- und einen an der Rückseite. Tonspuren werden in vielen verschiedenen Formaten wiedergegeben, der Player unterstützt die neuesten Standards DTS-HD und Dolby True HD, außerdem werden die meisten Vorgänger ebenfalls unterstützt. Um den vollen Raumklang zu erleben, muss eine zusätzliche Heimkinoanlage angeschlossen werden. Zum Anschluss steht ein koaxialer Digitalausgang zur Verfügung, einen optischen Ausgang sucht man leider vergebens.
2) Handhabung
Nach dem ersten Anschließen fällt sofort auf, dass das Testgerät einen sirrenden Piepton von sich gibt, wenn der Player ausgeschaltet ist. Nach dem Einschalten des Philips BDP3280/12 ist das Geräusch verschwunden. Das Netzteil des Players scheint nicht sonderlich hochwertig zu sein, das Surren wird dadurch ausgelöst. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, der Druckpunkt der Tasten ist allerdings nicht optimal und bei größeren Entfernungen müssen Tastenbefehle teilweise mehrfach gegeben werden, damit das Gerät überhaupt reagiert. Das Bildschirmmenü des Players ist intuitiv bedienbar und alle wichtigen Funktionen sind in wenigen Schritten erreichbar. Das Einlesen von Blu-Rays dauert ca. 20 Sekunden, dieser Wert geht in Ordnung, auch wenn es Geräte gibt, die deutlich schneller arbeiten. Das Laufwerksgeräusch ist zwar hörbar, aber nicht weiter störend. Größere externe Festplatten werden ebenfalls nur nach einer recht langen Einlesezeit erkannt, dafür kann der Philips BDP3280/12 aber mit einer Vielzahl von Formaten umgehen. Gerade Matroska-Dateien, für die es keine einheitlichen Codierungsstandards gibt, werden größtenteils erkannt.
3) Bildqualität
Die Bildqualität des Philips BDP3280/12 bei Blu-Ray-Discs ist hervorragend. Das Bild wirkt realistisch, die Farben sind satt und die Bewegungen wirken flüssig. Selbst bei schnellen Bildschnitten kommt es nicht zu einem Ruckeln während der Wiedergabe. Der 3D-Effekt ist ebenfalls gut umgesetzt, allerdings kommt es bei der Wiedergabe dann ohnehin auf den Ausgabebildschirm an. Die Upscaling-Funktion sorgt für ein deutlich besseres Bild bei normalen DVDs, der Ursprung des Materials ist aber noch immer klar erkennbar. Bei Videodateien kommt es in erster Linie auf die Qualität der Quelle an, die Upscaling-Funktion vollbringt keine Wunder.
4) Klangqualität
Die Klangqualität über den HDMI-Ausgang geht in Ordnung, die volle Leistung entfaltet der Philips BDP3280/12 aber erst bei Anschluss einer zusätzlichen Heimkinoanlage. Der Ton-Prozessor leistet dann richtig gute Arbeit und das Endergebnis ist mit der Wiedergabe über einen normalen Fernseher nicht zu vergleichen.
5) Fazit
Insgesamt zeigt sich beim Philips BDP3280/12 ein gemischtes Bild. Während Bild- und Tonqualität gegenüber anderen Geräten klar überdurchschnittlich sind, ist die Verarbeitung des Players eher weniger gelungen. Der schlechte Druckpunkt der Tasten und das störende Summen des Gerätes im Stand-by-Zustand trüben den Gesamteindruck beträchtlich, stören aber während der reinen Filmwiedergabe nicht. Unterm Strich bleibt für den Philips BDP3280/12 eine grundsätzliche Empfehlung, er eignet sich aber weniger als Zweitgerät fürs Schlafzimmer, da das Surren dann wirklich störend auffallen würde. Der günstige Preis kann die Verarbeitungsmängel nur bedingt ausgleichen.
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